Arboretum Grenzenlust Ende der Saison auf Grenzenlust

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Ende der Saison auf Grenzenlust

Liebe Freundinnen und Freunde des Arboretum Grenzenlust!

Die allermeisten von Ihnen wissen es schon: Wir sind nicht nur Baumenthusiasten sondern auch Gedichtliebhaber.
Deswegen soll dieser Rundbrief mit einem Gedicht beginnen, weil es so wunderbar in diese Tage passt und weil  “Die 12 Monate” von Erich Kästner ohne Frage zum inneren Kreis unserer Lieblingsgedichte gehört.

 

Der Oktober von Erich Kästner

Fröstelnd geht die Zeit spazieren.
Was vorüber schien, beginnt.
Chrysanthemen blühn und frieren.
Fröstelnd geht die Zeit spazieren.
Und du folgst ihr wie ein Kind.
Geh nur weiter.
Bleib nicht stehen.
Kehr nicht um, als sei’s zuviel.
Bis ans Ende musst du gehen.
Hadre nicht in den Alleen.
Ist der Weg denn schuld am Ziel?


Geh nicht wie mit fremden Füßen,
und als hätt’st du dich verirrt.
Willst du nicht die Rosen grüßen?
Lass den Herbst nicht dafür büßen,
dass es Winter werden wird.


An den Wegen, in den Wiesen
leuchten, wie auf grünen Fliesen,
Bäume bunt und blumenschön.
Sind’s Buketts für sanfte Riesen?
Geh nur weiter. Bleib nicht stehn.


Blätter tanzen sterbensheiter
ihre letzten Menuetts.
Folge folgsam dem Begleiter.
Bleib nicht stehen. Geh nur weiter.
Denn das Jahr ist dein Gesetz.


Nebel zaubern in der Lichtung
eine Welt des Ungefährs.
Raum wird Traum.
Und Rauch wird Dichtung.
Folg der Zeit. Sie weiß die Richtung.
“Stirb und werde!” nannte er’s.


Nachdem Sie die Dichterworte -hoffentlich- genossen haben, komme ich nun zu dem, was Sie eigentlich erfahren sollen:
Vor allem anderen möchten wir Grenzenluster uns bei Ihnen allen, die Sie während der Saison den Park besucht haben und auf diese Weise uns auch wieder gezeigt haben, dass wir mit dem Arboretum anscheinend auf dem richtigen Weg sind, DANK sagen. Danke für Ihr Interesse, danke für Ihre Treue, danke für die vielen freundlichen Äußerungen. Es tut wohl Lob zu hören, das ist keine Frage. Aber es ist für uns auch sehr wichtig, von unseren Gästen im Park Rückmeldungen zu bekommen, auch Anregungen und Fragen sind uns wichtig. Wir lernen daraus!


Vielen Dank für ALLES!


Aufgrund der unberechbaren Wetterlagen mussten wir geplante Baumführungen absagen oder Termine ändern, die Sonnen schien auch nicht bei jeder offenen Pforte und einige angemeldete Gruppen brauchten Stiefel und Regenschirm. So ist das nun mal mit der Natur……
Aber insgesamt können wir auf eine zufriedenstellende Saison zurückblicken.
Besonders die letzte offene Pforte am 14. und 15.10.2017 war ja gesegnet mit sensationell gutem Wetter, sodass wir viele Menschen im Park begrüßen konnten und das auch selbst sehr genossen haben. Dafür sind wir in diesem Fall besonders dankbar, denn 1 Woche vorher glaubten wir noch, die ganze Veranstaltung absagen zu müssen, weil der Park nämlich so nass war, dass selbst unsere Mitarbeiter die Arbeit abbrechen mussten, weil man nichts machen konnte. Da kam erstmal schlechte Laune auf und die Wetternachrichten bekamen einen hohen Stellenwert!!
Zum Glück trocknete alles schnell wieder ab und die letzte offene Pforte der Saison wurde, was sie wurde: die reine Freude! Das schafft dann auch zusätzliche Motivation für 2018!


Nun beginnt die Zeit des Aufräumens und Laubaufnehmens, denn in diesen Massen kann es nicht auf den Rasenflächen liegen bleiben. Und ob wir dann im Dezember und Januar in Winterschlaf gehen müssen, das wird Petrus entscheiden. Wir richten uns nach seinen Vorgaben, wenngleich es immer etwas zu tun gibt ~ gerade in der kälteren Jahreszeit, jeder Gartenbesitzer weiß das.


Demnächst setzen wir uns an die Jahresplanung 2018 und zusammen mit unseren Weihnachtsgrüßen können wir Ihnen dann vielleicht schon das neue Jahresprogramm vorstellen.



Für jetzt danke ich Ihnen für Ihre Lesegeduld, sage nochmals DANKE FÜR IHR INTERESSE und bin mit freundlichen Grüßen wie immer


Ihr Harald Schmitz mit Christa Hartmann und dem ganzen Team.

Letzte Offene Pforte 2017

Liebe Freundinnen und Freunde des Arboretum Grenzenlust!
“Der Herbst steht auf der Leiter und malt die Blätter bunt…..” Kennen Sie dieses Gedicht vielleicht noch aus Ihrer Schulzeit?
Immer zitiert es eine liebe Freudin in dieser Jahreszeit und ich finde, man muss zustimmen. Diese schönen Farben kann allein der Herbst zustande bringen!
Wir brauchen nur mit offenen Augen zu schauen und das Herz wird weit!
Damit alle, die es möchten, die Herbstfärbung im Arboretum Grenzenlust genießen können, laden wir hiermit herzlich ein zur letzten OFFENEN PFORTE in diesem Jahr.
Am 14.10 von 12 bis 17 Uhr und am 15.10.2017 von 11 bis 17 Uhr.
Natürlich wissen wir, dass die ganz große Herbst-Farben-Freude sich nur bei gutem Wetter einstellt. Deswegen wollen wir alle zusammen fleißig beten und/oder die Daumen drücken (ganz nach Belieben), damit Petrus animiert wird, sein Bestes an diesem Wochenende zu geben!!!
Es wird wieder selbst gebackenen Kuchen geben und warme Getränke natürlich auch.
Auch alles andere ist wie immer.
Für weitere Fragen nehmen Sie bitte die Zugangsdaten auf www.grenzenlust.de.
Wir, das sind alle vom Team Grenzenlust, freuen uns, wenn wir Sie begrüßen dürfen. Und allen, die diesmal nicht kommen können, wünschen wir viel Herbst-Farben-Freude an anderen Orten!
Es grüßt herzlich Ihr Harald Schmitz mit dem ganzen Team.
P.S.: Und nun noch 2 Herbstgedichte für alle Gedichtfans.

Peter Hacks – Der Herbst steht auf der Leiter
Der Herbst steht auf der Leiter
Und malt die Blätter an
Ein lust’ger Waldarbeiter
Ein froher Malersmann

Er kleckst und pinselt fleißig
Auf jedes Blattgewächs
Und kommt ein frecher Zeisig
Und schwupp, kriegt er auch ‘nen Klecks

Der Herbst steht auf der Leiter
Und malt die Blätter an
Ein lust’ger Waldarbeiter
Ein froher Malersmann

Die Tanne spricht zum Herbste
Das ist ja fürchterlich
Die andern Bäume färbste
Was färbste nich’ mal mich?

Der Herbst steht auf der Leiter
Und malt die Blätter an
Ein lust’ger Waldarbeiter
Ein froher Malersmann

Die Blätter fallen munter
Und finden sich so schön
Sie werden immer bunter
Am Ende fall’n sie runter

 

Christian Friedrich Hebbel – Dies ist ein Herbsttag

Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
Die schönsten Früchte ab von jedem Baum.

O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält,
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was von dem milden Strahl der Sonne fällt.

Grenzenlust • Harald Schmitz • Bruchweg 4-6 • 46499 Hamminkeln ©2010 grenzenlust.de

„Menschenherz ist grenzenlos.
Hat die Lust auch Grenzen:
Himmelsstrahl und Erdenschoß
Wirkend sich ergänzen.”
Carl Zuckmayer über Grenzenlust