Arboretum Grenzenlust Ostern 2017

Ostern 2017

Liebe Freundinnen und Freunde des Arboretum Grenzenlust!

Am vergangenen Sonntag (9.4.) konnten wir hier am Niederrhein einen ganz wunderbaren Sonnensonntag genießen und fühlten uns schon etwas in den Frühsommer versetzt.

Im letzten Jahr war die Entwicklung in der Natur um diese Zeit noch viel weiter zurück. Heuer blühen die Magnolien, ja – sie sind zum Teil schon abgeblüht, aber die hellen und gelben Sorten stehen hier im Park jetzt in voller Pracht.

Eine Augenweise!

Ebenso der Anblick der Exocorda-Büsche. Die Sorte ‘The Bride’ hier vor meinem Fenster fängt gerade jetzt an, ihren weißen Blütenschleier zu zeigen. Da versteht man, dass sie ihren Namensgeber an „Braut“ oder „Brautschleier“ erinnert hat. Jedes Jahr wieder ist der Anblick eine Herzensfreude!

Und jedes Jahr wieder kommt – wenigstens den Älteren unter uns – Paul Gerhardt’s „Geh aus mein Herz und suche Freud“ in den Sinn. Ein wunderbares Lied! Wer sich die Zeit nehmen mag, kann es am Ende dieses Rundschreibens nachlesen. Mancher kann große Teile davon bestimmt auswendig singen……

Schon am nächsten Wochenende feiern wir das Osterfest.

Möge es für Sie und Euch alle eine gute und gesegnete Zeit sein. Und möge es allen gelingen, in dieser Zeit vom „Arbeitsmodus“ in den „Ruhe- und Genussmodus“ umzuschalten.

Die Gärten werden überall ihr schönstes Frühlingskleid zeigen und wenn das Wetter es gut mit uns meinen sollte, dann gibt es vielleicht auch ein geselliges Osterfeuer und ein fröhliches Ostereiersuchen. Wer weiß…….

2 Wochen nach Ostern, am 30.4. und am 1.5. beginnen wir hier auf Grenzenlust mit der Saison der offenen Pforten.

Darauf und auf unsere Gäste freuen wir uns nach der langen Winterpause sehr!

Wie nun schon seit Jahren werden wir an diesem 1.-Mai-Wochenende zusammen mit den Damen des Inner-Wheel-Club Bocholt-Borken für unsere Gäste Kaffee und Kuchen verkaufen und damit die sozialen Projekte des Clubs unterstützen. Am 1. Mai werden die Damen von 11 bis 17 Uhr vor Ort sein ~ sie übernehmen die gesamte Gästebewirtung. Es gibt „lecker Kuchen“ und mehr, natürlich alles hausgemacht und zu 100% gespendet für den guten Zweck.

Wir hoffen auf einen gnädigen Wettergott und zahlreiche Gäste, damit am Ende eine schöne Spenden-Summe zusammen kommt.

Von unserer Seite wollen wir alles tun, damit unsere Besucherinnen und Besucher sich wohl fühlen, allerdings können wir an den Wochenenden der offenen Pforte keine Führungen anbieten – außer für angemeldete Gruppen. Gleichwohl stehen wir für Fragen und Erklärungswünsche zur Verfügung. Sprechen Sie uns gern an! Sie kennen das ja aus den vergangenen Jahren: einfach fragen.

Und alles andere ist auch so wie gehabt:

Hunde sind angeleint erlaubt, für Fahrräder und Autos gibt es genügend Parkplätze. Bedingt ist das Gelände Rollstuhl tauglich, aber ein „Schiebehelfer“ wäre wohl wünschenswert. Für motorisierte Rollstühle ist es gänzlich unproblematisch. Und alle mit Rollator dürften auch keine Probleme haben.

Wenn Sie jemanden wissen, dessen Herzenswunsch es wäre einmal den Park genauer anzuschauen, der aber nicht gehen kann und es auch mit dem Rollstuhl nicht schafft, dann rufen Sie uns bitte an und fragen nach der Möglichkeit einer Rundfahrt durch den Park mit dem Golfcart. In besonderen Ausnahmefällen können wir das wohl möglich machen.

Damit sage ich Ihnen allen „Frohe Ostertage“ und bin mit sonnigen Grüßen und guten Wünschen für die kommende Zeit

Ihr Harald Schmitz mit Christa Hartmann und allen Mitarbeitern.

Und nun kommt Paul Gerhardt zu Wort:

Geh aus, mein Herz, und suche Freud

1) Geh aus, mein Herz, und suche Freud
in dieser lieben Sommerzeit
an deines Gottes Gaben;
schau an der schönen Gärten Zier
und siehe, wie sie mir und dir
sich ausgeschmücket haben,
sich ausgeschmücket haben.

2) Die Bäume stehen voller Laub,
das Erdreich decket seinen Staub
mit einem grünen Kleide;
Narzissus und die Tulipan,
die ziehen sich viel schöner an
als Salomonis Seide,
als Salomonis Seide.

3) Die Lerche schwingt sich in die Luft,
das Täublein fliegt aus seiner Kluft
und macht sich in die Wälder;
die hochbegabte Nachtigall
ergötzt und füllt mit ihrem Schall
Berg, Hügel, Tal und Felder,
Berg, Hügel, Tal und Felder.

4) Die Glucke führt ihr Völklein aus,
der Storch baut und bewohnt sein Haus,
das Schwälblein speist die Jungen,
der schnelle Hirsch, das leichte Reh
ist froh und kommt aus seiner Höh
ins tiefe Gras gesprungen,
ins tiefe Gras gesprungen.

5) Die Bächlein rauschen in dem Sand
und malen sich an ihrem Rand
mit schattenreichen Myrten;
die Wiesen liegen hart dabei
und klingen ganz vom Lustgeschrei
der Schaf und ihrer Hirten,
der Schaf und ihrer Hirten.

6) Die unverdroßne Bienenschar
fliegt hin und her, sucht hier und da
ihr edle Honigspeise;
des süßen Weinstocks starker Saft
bringt täglich neue Stärk und Kraft
in seinem schwachen Reise,
in seinem schwachen Reise.

7) Der Weizen wächset mit Gewalt;
darüber jauchzet jung und alt
und rühmt die große Güte
des, der so überfließend labt
und mit so manchem Gut begabt
das menschliche Gemüte,
das menschliche Gemüte.

8) Ich selber kann und mag nicht ruhn,
des großen Gottes großes Tun
erweckt mir alle Sinnen;
ich singe mit, wenn alles singt,
und lasse, was dem Höchsten klingt,
aus meinem Herzen rinnen,
aus meinem Herzen rinnen.

9) Ach, denk ich, bist du hier so schön
und läßt du’s uns so lieblich gehn
auf dieser armen Erden:
was will doch wohl nach dieser Welt
dort in dem reichen Himmelszelt
und güldnen Schlosse werden,
und güldnen Schlosse werden!

10) Welch hohe Lust, welch heller Schein
wird wohl in Christi Garten sein!
Wie muß es da wohl klingen,
da so viel tausend Seraphim
mit unverdroßnem Mund und Stimm
ihr Halleluja singen,
ihr Halleluja singen.

11) O wär ich da! O stünd ich schon,
ach süßer Gott, vor deinem Thron
und trüge meine Palmen:
so wollt ich nach der Engel Weis
erhöhen deines Namens Preis
mit tausend schönen Psalmen,
mit tausend schönen Psalmen.

12) Doch gleichwohl will ich, weil ich noch
hier trage dieses Leibes Joch,
auch nicht gar stille schweigen;
mein Herze soll sich fort und fort
an diesem und an allem Ort
zu deinem Lobe neigen,
zu deinem Lobe neigen.

13) Hilf mir und segne meinen Geist
mit Segen, der vom Himmel fleußt,
daß ich dir stetig blühe;
gib, daß der Sommer deiner Gnad
in meiner Seele früh und spat
viel Glaubensfrüchte ziehe,
viel Glaubensfrüchte ziehe.

14) Mach in mir deinem Geiste Raum,
daß ich dir werd ein guter Baum,
und laß mich Wurzel treiben.
Verleihe, daß zu deinem Ruhm
ich deines Gartens schöne Blum
und Pflanze möge bleiben,
und Pflanze möge bleiben.

15) Erwähle mich zum Paradeis
und laß mich bis zur letzten Reis
an Leib und Seele grünen,
so will ich dir und deiner Ehr
allein und sonsten keinem mehr
hier und dort ewig dienen,
hier und dort ewig dienen.

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